Online-Begleitung: Einheit 01: Erste Schritte | Brückenwind

Vorbereitung

Online-Begleitung für Freiwillige an Europas (Außen-)Grenzen

 

1. Erste Schritte

Hier möchten wir dir helfen, ein Projekt im Bereich der humanitären Hilfe zu finden, das zu dir passt und bei dem du zielorientiert und effektiv mitarbeiten kannst. Außerdem soll dir diese Einheit die Grundlagen humanitärer Hilfe nahebringen und dich zur Reflexion über die Chancen und auch die Grenzen von humanitären Hilfsprojekten sowie deiner eigenen Freiwilligenarbeit anregen.
 
 

Nachhaltige Freiwilligenarbeit

Wir finden es super, dass du dich dazu entschlossen hast, mehr über die Möglichkeit der Freiwilligenarbeit im Bereich der humanitären Hilfe zu erfahren. Angebote für Freiwilligenarbeit existieren in großer Vielzahl. Unserer Ansicht nach ist es jedoch ungemein wichtig, dass du dich für ein Projekt entscheidest, bei dem du möglichst zielorientiert mitwirken kannst. Daher solltest du dich vorab mit der Frage auseinandersetzen, wie du deinen Freiwilligendienst so nachhaltig wie möglich gestalten kannst. Um der Antwort auf diese Frage ein Stück näher zu kommen und damit gleichzeitig das passende Projekt für dich zu finden, stell dir vorab doch einmal die folgenden Fragen:

Persönliches Erfahrungswissen & Fähigkeiten

Was sind deine Stärken? Hast du besondere Fähigkeiten, die in Projekten der Freiwilligenarbeit hilfreich sein könnten?
Bedeutung für dich und das Projekt:

  • Du ersparst dir etwaige Über- oder Unterforderung in der Projektarbeit, was wiederum deine Arbeitsmoral langfristig stark beeinflussen kann!
  • Du gibst der Projektleitung die Möglichkeit, dich möglichst gezielt und effektiv einzusetzen und von deinem Erfahrungswissen und deinen persönlichen Fähigkeiten zu profitieren!

Informiere dich in dieser Hinsicht genau über den Fokus des jeweiligen Projekts. Natürlich kann nicht immer garantiert werden, dass die dir zugeteilte Arbeit stets deinen Fähigkeiten entspricht oder du genau in dem von dir gewünschten Feld eingesetzt wirst. Eine solche Selbstreflexion kann dir aber zum einen bereits vorab bei der Wahl des richtigen Projekts behilflich sein. Zum anderen kann sie dir vor Ort die Kommunikation mit der Projektleitung erleichtern, und dieser dabei helfen, den für dich bestmöglichen Aufgabenbereich zu finden, in dem deine Mitarbeit am wirksamsten zum Einsatz kommen kann. Gleichzeitig musst du natürlich nicht vor einer Tätigkeit im Rahmen der Freiwilligenarbeit zurückschrecken, sollten dir auf Anhieb keine besonderen Fähigkeiten einfallen. Auch ohne spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten kannst du sinnvolle und nachhaltige Freiwilligenarbeit leisten, sofern die jeweilige Tätigkeit kein spezifisches Wissen bzw. spezifische Fähigkeiten erfordert. Wir finden es wichtig, hervorzuheben, dass Freiwilligenarbeit vordergründig dem Projekt und dessen Empfänger*innen dienen soll und dieses Ziel nur durch einen gezielten Einsatz von qualifizierten Helfer*innen erreicht werden kann.
Dauer des Aufenthalts

Wie viel Zeit kannst du für den Einsatz in einem Projekt der Freiwilligenarbeit investieren?

Bedeutung für dich und das Projekt:

  • Da manche Projekte eine Mindestaufenthaltsdauer vorschreiben oder empfehlen, kannst du hierdurch bereits solche Projekte herausfiltern, die für dich zeitlich nicht in Frage kommen!
  • Die Projektleitung kann den maximalen Wert aus deiner Arbeit vor Ort schöpfen, der je nach Projekt durchaus von der Dauer des Aufenthalts der Freiwilligen abhängt!

Informiere dich in dieser Hinsicht genau über die empfohlene Dauer für ein Projekt und die entsprechende Begründung. Jede*r Freiwillige bedeutet für die Koordination vor Ort Organisationsaufwand und Einarbeitungszeit, sodass du meist erst nach einigen Tagen oder sogar Wochen einen wertvollen Beitrag für das Projekt leisten kannst und der reibungslose Ablauf des Projekts garantiert werden kann. Die Bestimmung der Aufenthaltsdauer liegt natürlich im Ermessen der Projektleitung und kann je nach Projektphase und Saison abweichen. Allerdings gilt grundsätzlich: Je mehr Zeit du für deinen Aufenthalt einplanen kannst, desto mehr Hilfe und Unterstützung bedeutet deine Mitarbeit für das Projekt. Bei sehr kurzen Aufenthalten stehen die auf deiner Seite entstehenden Reisekosten und der auf der Seite des Projekts stehende Organisationsaufwand in keinem Verhältnis zum effektiven Mehrwert. In diesem Fall könntest du dir stattdessen überlegen, potentiell investiertes Geld auch einfach an eine Organisation zu spenden oder den Aufenthalt für einen anderen Zeitpunkt zu planen.
Emotionale Reife und Belastbarkeit

Wie schätzt du deine eigene mentale und körperliche Belastbarkeit ein? Siehst du deine psychische Verfassung als stabil an?
Bedeutung für dich und das Projekt:

  • Durch eine ehrliche Auseinandersetzung und Reflexion mit deiner Belastbarkeit vermeidest du, dass dich die Arbeit im Projekt auf Dauer überfordert und negativ auf deine Gesundheit auswirkt! Dabei gilt: Deine persönlichen Grenzen sind wegweisend und legitim!
  • Hauptsächlich geht es natürlich um deine Gesundheit. Weiterhin ist diese Auseinandersetzung mit deinen persönlichen Grenzen aber auch wichtig, weil sie auch dem Projekt und deinem Team dienen kann, da es bei einem Ausfall zu einem erhöhten Organisationsaufwand und/oder einer Mehrbelastung anderer Freiwilliger kommen kann. Andererseits liegt dein psychisches und physisches Wohlbefinden natürlich auch im Interesse der Projektleitung und des gesamten Teams.

Informiere dich in dieser Hinsicht vorab z.B. durch Erfahrungsberichte von anderen Freiwilligen mit der Situation und möglichen Stressfaktoren vor Ort und versuche anschließend zu evaluieren, wie du hierauf außerhalb deines gewohnten Umfelds reagieren würdest (mehr dazu auch in Themenblock 2 und 7). Insbesondere die Arbeit in der humanitären Hilfe mit besonders schutzbedürftigen Menschen in Krisensituationen kann für Freiwillige sehr belastend sein. Zudem erfordert die Projektarbeit meist ein hohes Maß an Eigenständigkeit und einen hohen zeitlichen Arbeitsaufwand. Um die Arbeit dennoch gut zu meistern, hilft es, sich hierüber vorab bereits Gedanken zu machen. Diesbezüglich kannst du auch mit Freund*innen und Familie sprechen und dir deren Einschätzungen einholen. Im Rahmen dieser Selbstreflexion können Faktoren wie dein Alter, mentale Vorbelastungen oder chronische Erkrankungen eine Rolle spielen, müssen es aber nicht.

Versuche bereits im Vorhinein, aber auch nach Beginn deines Aufenthalts deine Energiereserven einzuschätzen. Die Erfahrungen, die du bei der Arbeit machst und die Arbeitsumstände können auf Dauer durchaus mental belastend sein. Gleichzeitig aber ist in der schnelllebigen Freiwilligenarbeit (insbesondere im Bereich der humanitären Hilfe) eine stetig hohe Motivation und Energie seitens der Freiwilligen erforderlich. Diese Selbstreflexion kann es dir ermöglichen, bereits vorab mit der Projektleitung abzusprechen, in welchem Umfang deine Mitarbeit stattfinden kann, wann Pausen – wann Urlaub erforderlich ist. Bei Langzeitaufenthalten empfiehlt es sich - in deinem Sinne, aber auch im Sinne des Projekts - nach etwa drei Monaten die Möglichkeit der Verlängerung ggf. gemeinsam mit der Projektleitung zu evaluieren.
Eigene Erwartungen und Ziele

Welche Erwartungen hast du an das Projekt und den Einfluss deiner Arbeit vor Ort? Was möchtest du mit deinem Einsatz erreichen?
Bedeutung für dich und das Projekt:

  • Die persönlichen Wünsche und Erwartungen zu reflektieren kann dir Motivation spenden und dein Durchhaltevermögen stärken!
  • Deine Arbeit für das Projekt profitiert davon, dass du Spaß an der Arbeit hast und stets Motivation an den Tag legst!

Auch wenn Freiwilligenarbeit in erster Linie dem Projekt und dessen Empfänger*innen dienen soll, ist es wichtig anzuerkennen, dass auch du persönliche Wünsche an die Arbeit im Projekt hast und bestimmte Vorstellungen und Ziele damit verbindest. Diese anzuerkennen und im Vorhinein zu reflektieren, kann sowohl dir persönlich als auch dem Projekt an sich dienen.
 
 

Grundlagen der humanitären Hilfe

Was ist humanitäre Hilfe?

Humanitäre Hilfe kann zusammengefasst werden, als solche Maßnahmen zum Schutz und zur Versorgung von Menschen in einer humanitären Notlage (medizinische Katastrophen, Naturkatastrophen, politische Konflikte etc.), die über eine Erstversorgung hinausgehen.

Humanitäre Hilfe wird sowohl von staatlichen als auch nichtstaatlichen Organisationen durchgeführt und finanziert. Sie kann sowohl zur akuten Linderung von Not nach Krisenfällen dienen als auch längerfristige Ziele verfolgen.

Das Fundament der humanitären Hilfe sind die vier humanitären Prinzipien: Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit. Sie sind auf die Grundsätze der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zurückzuführen, die auf der Basis des humanitären Völkerrechts entwickelt wurden. Die ersten drei genannten Prinzipien wurden mit der Resolution 46/182 der VN-Generalversammlung aus dem Jahr 1991 als Basis der weltweiten humanitären Hilfe anerkannt. Das letztgenannte Prinzip wurde durch die Resolution 58/114 aus dem Jahr 2003 ergänzt.

Die Prinzipien der humanitären Hilfe sind wichtig, um Zugang zu den betroffenen Gruppen aufbauen und diesen halten zu können, egal um welche Form der Katastrophe oder des Konflikts es sich handelt. Mit diesen Grundsätzen übereinzustimmen und sie zu wahren ist ein essenzielles Element für effektive humanitäre Hilfe und deren Koordination. Das Auswärtige Amt definiert die oben genannten vier Prinzipien wie folgt:

  1. Das Prinzip der Menschlichkeit gebietet, menschliches Leid wo immer möglich zu lindern und dabei den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
  2. Das Prinzip der Neutralität verbietet es, in Konfliktsituationen bestimmte Seiten zu bevorzugen oder für eine Seite Partei zu ergreifen. Die Wahrnehmung von Hilfsorganisationen als neutral ist entscheidend für die Sicherheit der Hilfeleistenden.
  3. Das Prinzip der Unparteilichkeit besagt, dass sich die Hilfe allein nach der Bedürftigkeit richtet. Sie darf nicht zwischen Bevölkerungsgruppen oder etwa aufgrund von Alter, Geschlecht oder Religionszugehörigkeit diskriminieren.
  4. Das Prinzip der Unabhängigkeit zieht eine Trennlinie zwischen humanitären Zielen einerseits und politischen, militärischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Zielen andererseits. Der einzige legitime Zweck der humanitären Hilfe ist es, Leben zu retten und Leiden zu lindern.

Darüber hinaus gelten einige weitere Grundsätze, die im Rahmen der humanitären Hilfe Beachtung finden:

  • Humanitäre Hilfe wird bedarfsorientiert geleistet, d.h. die Hilfeempfänger*innen werden nach objektiv nachvollziehbaren Kriterien ausgewählt.
  • Nach dem Subsidiaritätsprinzip trägt die Regierung des betroffenen Staates die Hauptverantwortung für den Schutz ihrer Bevölkerung. Internationale humanitäre Hilfe greift erst dann ein, wenn die Regierung dieser Aufgabe nicht mehr ausreichend nachkommen kann oder will.
  • Nach dem Prinzip der Schadensvermeidung ("do no harm") sollen negative Auswirkungen der humanitären Hilfe – beispielsweise auf die Umwelt oder die Gleichstellung – vermieden werden. Auch Schutzmaßnahmen etwa vor sexueller Gewalt oder Menschenhandel sind zentraler Bestandteil der Hilfe.
Bedeutung für dich und das Projekt

Sei dir vor Beginn deines Aufenthalts in einem Projekt der humanitären Hilfe bewusst, was mit der Hilfe vor Ort erreicht werden soll und was sie wiederum nicht leisten kann und soll. Versuche dir Folgendes auch während der Arbeit immer wieder in Erinnerung zu rufen:

Was soll und kann humanitäre Hilfe leisten?

  • Humanitäre Hilfe soll der Unterdrückung, Vertreibung und Gewalt ein Zeichen der Menschlichkeit entgegensetzen.
  • Humanitäre Hilfe soll Verletzungen des humanitären Völkerrechts öffentlich machen und so den Menschenrechten, den Bestimmungen zum Schutz von Geflüchteten und den elementaren Prinzipien humanitärer Arbeit (wieder) Respekt verschaffen und hierdurch gleichzeitig den Hilfsbedürftigen eine Stimme verleihen.
  • Humanitäre Hilfe muss bedingungslos geleistet werden.
  • Humanitäre Hilfe soll die Menschenwürde stets hochhalten, d.h.
    • Menschen nicht auf ihr Elend und ihre Not reduzieren und sie nur noch als Hungernde, Geflüchtete, Frierende, vulnerable Gruppen betrachten.
    • Hilfesuchende nicht entmündigen, also fördern, dass sie an die eigene Kraft glauben und die eigenen, fast immer vorhandenen Selbsthilfekräfte mobilisieren.
  • Humanitäre Hilfe soll vergessene Katastrophen in Erinnerung rufen und nicht nur dort helfen, wo die Kameras hingehalten werden; sie soll eine Öffentlichkeit herstellen und das Bewusstsein der Gesellschaft dafür fördern, dass auch in strategisch uninteressanten, vergessenen Teilen der Welt Menschen leiden und Hilfe geleistet werden muss.
  • Humanitäre Hilfe soll nicht nur kurzfristig das Überleben sichern, sondern auch die Lebensumstände insgesamt verbessern, Hilfe leisten, die sich mit der Selbsthilfe der Betroffenen verbindet und die Ursachen für die Notlagen bekämpfen, dabei aber keine langfristigen Abhängigkeiten schaffen, sondern nachhaltige Entwicklung fördern, die den Menschen langfristige Perspektiven vermittelt.
Was soll und kann humanitäre Hilfe nicht leisten?
Wo sind ihre Grenzen?
  • Humanitäre Hilfe kann keinen Frieden schaffen, wo politische und militärische Interessen andere Ziele verfolgen; ohne politische Lösungen kann die Nothilfe auf diesem Feld nichts bewegen. Die Hilfe darf kein Alibi sein für verfehlte staatliche Machtpolitik oder politische Unfähigkeit zur Lösung von Konflikten. Humanitäre Hilfe kann nicht diejenigen aus der Verantwortung entlassen, die wirklich etwas bewirken können: Staatsoberhäupter, Politiker*innen, Diplomat*innen, Parlamentarier*innen, vor allem aber die für den Konflikt Verantwortlichen.
  • Humanitäre Hilfe kann nicht für die Durchsetzung des internationalen Völkerrechts in dem betreffenden Gebiet sorgen. Sie kann die Zivilbevölkerung in wenigen Fällen wirklich schützen, wenn Krieg und offene Gewalt vorherrschen.
  • Humanitäre Hilfe darf nicht dazu benutzt werden, das außenpolitische Image eines Landes aufzupolieren.
  • Humanitäre Hilfe kann langfristige Entwicklungsbemühungen nicht ersetzen: eine kontinuierliche, an den langfristigen Bedürfnissen eines Landes orientierte entwicklungspolitische Zusammenarbeit kann nicht ersetzt werden.
Humanitäre Hilfe im Rahmen der Arbeit mit Geflüchteten

Entstehungsgeschichte der humanitären Hilfsprojekte
Im Zuge des erhöhten Hilfebedarfs, der insbesondere seit Sommer 2015 durch das Aufkommen von mehreren hunderttausenden Geflüchteten an den EU-Außengrenzen entstanden ist, haben sich innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl an sog. “Ad Hoc Grassroots” Organisationen gebildet, die seitdem an verschiedenen “Hot Spots” und Lagern humanitäre Hilfe leisten. Dies ist insbesondere dem Umstand geschuldet, dass die jeweiligen Regierungen den erhöhten Bedarf an humanitären Hilfeleistungen nicht decken konnten und können.

Aktuelle Funktion der Organisationen
Seit dieser Zeit nehmen die „Graswurzel-Organisationen“ neben weiteren etablierten nicht-staatlichen und staatlichen Organisationen eine bedeutende Rolle im System der humanitären Hilfe ein. Auch das von dir ausgewählte Projekt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Projekt einer solchen Graswurzel-Organisation sein und ist auch in diesem Kontext zu betrachten. Viele Organisationen sind aus dem akuten Bedarf heraus und durch zivilgesellschaftliche Intervention auf Privatspendenbasis entstanden, sodass die Organisationsstrukturen hauptsächlich rudimentär und auf kurzfristige Symptombekämpfung ausgerichtet sind. Seit einigen Jahren bemühen sich Organisationen angesichts der weitgehend unveränderten Situation jedoch zunehmend, ihren Fokus auf eine eher längerfristige Begleitung der schutzsuchenden Menschen auszurichten.

Reflektion der Situation
Mit Blick auf humanitäre Hilfsprojekte zugunsten von Geflüchteten ist aus unserer Sicht wichtig zu bedenken, dass zivilgesellschaftlich organisierte humanitäre Hilfe grundsätzlich keine langfristige Lösung für das Problem von Schutzsuchenden an den europäischen Außengrenzen sein kann. Trotzdem stellt sie derzeit aus unserer Sicht sowie aus der Sicht zahlreicher anderer zivilgesellschaftlicher Akteur*innen die einzige Möglichkeit dar, politisch legitimierte Versorgungslücken annähernd zu schließen und ein ausbleibendes Handeln staatlicher Akteur*innen aufzufangen. Gleichzeitig zeigen einige der Projekte, wie eine solidarische Unterstützung von Menschen abseits von paternalistischen Projektstrukturen möglich ist.

 
 

Finde dein Projekt und weitere Informationen

Bei der Suche nach einem Projekt, bei dem du geflüchtete Menschen an den europäischen Außengrenzen unterstützt, helfen dir mehrere Informationsseiten und Bewerbungsportale. Hier findest du beispielsweise Informationen zu Projekten:

  • Volunteering 4 Refugees: Eine Webseite zur Unterstützung von Freiwilligen, die zum größten Teil über Hilfsprojekte in Griechenland bzw. offene Stellen für Freiwillige informiert. Die jeweiligen Organisationen schreiben hier ihre Freiwilligen-Suche aus, es gibt eine Liste sämtlicher aktiver Organisationen, ein Volunteer-Starter-Kit und mehr.
    Hier geht's zur Webseite
  • Indigo Volunteers: Eine Website, die es Freiwilligen erleichtern soll, das richtige Projekt zur Unterstützung Geflüchteter zu finden und sie mit den jeweiligen Organisationen vernetzt. Die Website unterstützt Organisationen in Griechenland, Frankreich, der Türkei, Bosnien und Herzegowina, Serbien und dem Libanon.
    Hier geht's zur Webseite

Darüber hinaus gibt es viele Websites, auf denen du wichtige Dokumente für interessierte Freiwillige finden kannst:

  • How to Volunteer in Greece (Informationen für Freiwillige in Griechenland)
    Hier geht's zum Dokument
  • Refugee Crisis Reality Check: Guter Überblick über die Erwartungen an Freiwillige, mit einem Fokus auf mentale Vorbereitung. Zusammengestellt von Campfire Innovation (Stand: Sommer 2017)
    Hier geht's zum Dokument

Auch auf Facebook findest du einige Gruppen, denen du beitreten kannst. In diesen Gruppen werden u.a. generelle Fragen beantwortet, Informationen ausgetauscht und Freiwillige auf Projekte aufmerksam gemacht, die Unterstützung benötigen. Es gibt verschiedene regionale Facebook-Gruppen, hier sind einige Beispiele:


 
Quelle: Website des Auswärtigen Amts, Stand: 27.05.2020)
 
Fragen? Kritik? Anmerkungen? Ergänzungen?
Wir freuen uns sehr über Rückmeldungen und hilfreiche Hinweise von euch! Schreibt uns einfach eine Email: kontakt@brueckenwind.org