Ob Freiwilligendienste, kurze „Hilfseinsätze“ oder Projektreisen – Voluntourismus begegnet uns in vielen Formen und wird oft als Möglichkeit beworben, etwas Gutes zu tun. Doch gut gemeinte Hilfe kann unbeabsichtigt schädliche Strukturen festigen, bestehende Machtverhältnisse verstärken und den Blick von den Menschen ablenken, die direkt von globalen Grenzregimen und kolonialen Kontinuitäten betroffen sind. Während der Volunteer-Sektor weiter wächst, reisen viele Menschen mit dem Wunsch zu „helfen“, ohne immer zu hinterfragen, welche Bilder, Erwartungen und Ungleichheiten dabei entstehen. Was richtet Voluntourismus also tatsächlich an – und wie können wir uns engagieren, ohne Schaden zu verursachen?
In dieser Podiumsdiskussion, moderiert von Carolin von glokal e.V., teilen Dolly, Laila und Malika ihre Perspektiven und Erfahrungen. Gemeinsam beleuchten sie, warum Voluntourismus problematisch ist, welche strukturellen Dynamiken ihm zugrunde liegen und wie er sich auf lokale Communities, politische Kämpfe und individuelle Lebensrealitäten auswirkt. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie solidarisches Handeln anders aussehen kann: Welche Formen der Unterstützung sind sinnvoll und verantwortungsvoll? Wie können Austausch, Engagement und internationale Zusammenarbeit gestaltet werden, ohne koloniale Muster zu reproduzieren? Und wie können wir uns gegenseitig stärken, statt vermeintliche „Lösungen“ von außen mitzubringen?
Im Anschluss an die Diskussion gibt es Raum für Fragen, Gedanken und Erfahrungen aus dem Publikum. Wir laden euch herzlich ein, mitzudenken, zuzuhören und gemeinsam nach anderen Wegen solidarischen Handelns zu suchen.
Dolly Afoumba (sie/ihr)
Malika Gottstein (sie/ihr)
Laila (sie/ihr)
Carolin Philipp (sie/ihr)